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01.09.2026, Kurzinfo

Psychische Gesundheit an den Schulen: Ein Zuger Projekt

2609-PPC-Gesundheit-KI

Die Zahl psychisch belasteter Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig stossen die psychiatrischen Versorgungsangebote zunehmend an ihre Grenzen. Umso wichtiger sind präventive und niederschwellige Angebote direkt im Lebensraum Schule.

«Gemeinsam stark: Jugendliche unterstützen Jugendliche» setzt hier an und möchte Jugendliche an den Zuger Oberstufen in ihrer psychischen Gesundheit, ihrer Eigenverantwortung und ihrer Fähigkeit zur gegenseitigen Unterstützung stärken.

Dazu möchten wir vom Amt für Gesundheit, Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit, an den Zuger Oberstufen schrittweise verschiedene Massnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit und der gegenseitigen Unterstützung unter Jugendlichen einführen. Das Pilotprojekt umfasst drei Teilelemente:

  • Positive Peer Culture (PPC)-Gespräche
  • Unterrichtsmodule zur psychischen Gesundheit
  • 1:1-Beratungen zwischen Jugendlichen

Als erster Baustein sollen die Positive Peer Culture (PPC)-Gespräche eingeführt werden. Dabei unterstützen sich Jugendliche im Rahmen moderierter Gruppengespräche gegenseitig bei der Bewältigung von Herausforderungen und stärken ihre sozialen sowie persönlichen Kompetenzen. Dazu bieten wir in Zusammenarbeit mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) eine zweitägige Fortbildung für Lehrpersonen der Oberstufen, Schulsozialarbeitende und Heilpädagog:innen am GIBZ an:

  • Samstag, 31. Oktober 2026, von 09:00 bis 16:00 Uhr 
  • Mittwochnachmittag, 3. Februar 2027, von 13:30 bis 17:00 Uhr

Die Teilnehmenden lernen, PPC-Gespräche zu moderieren, erproben die Methode anschliessend in der Praxis und reflektieren ihre Erfahrungen gemeinsam. Ergänzend werden im Frühjahr 2027 Online-Supervisionen angeboten.

Interessierte Personen können sich bis zum 1. Oktober 2026 direkt per E-Mail bei der Projektleitung anmelden, siehe Kontakt unten.

Weitere Informationen

Zwischen 2020 und 2021 stieg die Zahl der stationären Spitalaufenthalte wegen psychischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von 10 bis 24 Jahren um 26 %, bei gleichaltrigen Männern um 6 %. Erstmals waren psychische Störungen die häufigste Hospitalisierungsursache in dieser Altersgruppe (19’532 Fälle), gefolgt von Verletzungen (19’243 Fälle). 

Was ist PPC?
PDF | 152 KB | Deutsch

Kontakt

Tanja Todaro

Projektleitung