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14.12.2023, Kurzinfo

Update Bildungspolitik – November bis Dezember 2023

Betreuung

Das Update Bildungspolitik November bis Dezember 2023 fasst die aktuellen Entwicklungen im Zuger Bildungswesen zusammen – mit Themen wie der Situation rund um Geflüchtete, der Energieversorgung, politischen Geschäften sowie Entscheiden von Kantonsrat und Bildungsrat.

Kinder und Jugenldiche in Betreuung des Sozialdienstes der Abteilung Soziale Dienste Asyl

Kinder und Jugenldiche in Betreuung des Sozialdienstes der Abteilung Soziale Dienste Asyl

Lesehilfe: für das Total müssen die urkainischen Kinder und Jugendlichen mit Status S (jeweils in Klammern) dazu gezählt werden. Von den insgesamt 500 Kindern und Jugendlichen sind rund 100 im Vorschulalter.

Krieg gegen die Ukraine / Asylsituation

Situation mit Flüchtenden aus der Ukraine stabilisiert. Die grosse Flüchtlingswelle ist noch nicht angekommen, aber die Lage ist für die Schulen weiterhin sehr anspruchsvoll. Die enge und sehr gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Kanton (Amt für gemeindliche Schulen, Soziale Dienste Asyl) und Gemeinden (Rektorenkonferenz) ist enorm wichtig für den Schulbereich. Um die spezielle Situation von Roma-​Familien besser zu verstehen, wird es im Januar einen weiteren Infoanlass mit einem Experten geben. Über den Termin informiert die Veranstalterin. Die Integrationsklassen sind politisch mittels Kantonsratsbeschluss und rechtlich für Schülerinnen und Schüler mit regulärem Asyl- und Flüchtlingshintergrund vorgesehen, mit Zugang für solche Schülerinnen und Schüler aus allen Gemeinden. Mit der Stabilisierung der Anzahl Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine stellen sich Abgrenzungsfragen. 

Blackout / Energiemangellage

Das Vorgehen ist den Schulen bekannt: im Falle eines Blackout (grossflächiger, längerer Stromausfall) geordnetes Herunterfahren der Schulen. Sie bleiben danach geschlossen, weil die Schulen von vielen Lehrpersonen nicht mehr erreicht werden können und weil es in dieser Situation zu Hause am sichersten ist. Für die Notbetreuung sind die Gemeinden an den Notfalltreffpunkten besorgt. Die Situation der Schulen in einer Energiemangellage mit An- und Abschaltungen des Stromnetzes kann erst beurteilt werden, wenn der Bund dafür Pläne vorlegt. Zweckmässig ist in jedem Fall, wenn die Schülerinnen und Schüler ein Notfall-​​Programm mit einigen Übungsblättern mit nach Hause nehmen können. In der Natur der Sache liegend: Eltern können nur vorgängig zu einem Ereignis informiert werden.

National

Konferenz der Erziehungsdirektorinnen und Erziehungsdirektoren: Infos zur Plenarversammlung vom 27. Oktober 2023 finden sich im Newsletter der EDK.

Kantonsrat

Sitzung vom 14.12.23
Geschäfte Bildungsdirektion

Trakt. 6 / AMH, Teilrevision PH-Gesetz: in erster Lesung genehmigt; es folgt eine zweite Lesung am 29.2.24.
- Eintreten unbestritten (kein Gegenantrag)
- § 10 Abs. 3 (Zusammensetzung Hochschulrat), Antrag der ALG: Die gemeindlichen Schulen sollen mit mind. einem Rektor, einer Rektorin oder einer Vertretung der Schulleitenden im HSR vertreten sein. Der Antrag unterlag mit 55:18 Stimmen. 

Trakt. 9.13 / DBKS-​AMH, Postulat Yener/Umbach/Bieri betr. Schulgeldübernahme von Erwachsenenmaturitätslehrgängen: aus Zeitgründen nicht behandelt

Diverses
--- / AGS: Die 3. Oberstufe Menzingen mit den Lehrerinnen Regula Werder und Carla Kempf waren zu Besuch.

Sitzung vom 1.12.23
Geschäfte Bildungsdirektion

Trakt. 16.6 / DBKS-​AMH-AGS, Interpellation ALG betr. Lehrpersonenmangel im Kanton Zug: Kenntnisnahme; überwiegend gute Aufnahme in allen Fraktionen; Einzelsprecher (Rita Hofer) äussern auch Kritik (Kanton habe zulange gewartet, Löhne seien zu schlecht, es werde schlecht über den Lehrerberuf geredet, …).

Trakt. 16.24 / DBKS-​AMH, Postulat Yener/Umbach/Bieri betr. Schulgeldübernahme von Erwachsenenmaturitätslehrgängen (Link: siehe Sitzung vom 14.12.): aus Zeitgründen nicht behandelt.

Sitzung vom 30.11.23
Geschäfte Bildungsdirektion

Trakt. 10 / DBKS-​AGS, Verlängerung Kantonsratsbeschluss betr. Beschulung schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine (2. Lesung): Schlussabstimmung 75 Ja : 0 Nein; Referendumsfrist bis 5.2.24.

Trakt. 14 / DBKS-​AGS: Kantonsratsbeschluss betr. Integrationsklassen Primar/Sek I für Kinder und Jugendliche aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich: 
- Eintreten unbestritten
- § 2 Abs. 1: Antrag Bildungskommission (BIKO) 28'000 statt 25'000 Franken pro Klasse und Monat auf Primarstufe mit 17:59 Stimmen gutgeheissen.
- § 2 Abs. 2: Antrag BIKO 30'000 statt 28'000 Franken pro Klasse und Monat auf Sekundarstufe I mit 16:58 Stimmen gutgeheissen.
- es folgt eine 2. Lesung am 25.1.24, danach Referendumsfrist bis 1.4.24.

Andere Geschäfte mit Bezug Bildung

überwiesen (Mitbericht DBK zu Frage 8; Frist 6 Mt.).
Antrag ALG auf zusätzliche 160'000 Franken bzw. 1,2 Stellen für den schulpsychologischen Dienst mit 12:51 Stimmen abgelehnt.

Diverses
AMH: 21 SuS der KSZ waren im Rahmen der Begabtenförderung «Jugend debattiert» mit Lehrerin Sara Pezzatti zu Gast.

Bildungsrat

Sitzung vom 6.12.23
Anpassung Übertrittsverfahren Primar-​LZG, Beschluss über die Weiterarbeit / Variantenentscheid: Klare Anknüpfung an bestehendes Verfahren. Lehrpersonenurteil (Empfehlung) und Vornoten sollen weiter berücksichtigt werden und durch das Ergebnis des Prüfungselements ergänzt werden. Prüfung nur für Schülerinnen und Schüler mit Ziel Langzeitgymnasium. 

Das AGS hat die Fachgruppen überprüft und erarbeitet ein neues Konzept, das im 1. Halbjahr 2024 im Bildungsrat gespiegelt wird.

In den Evaluationskreislauf soll ein neues, verpflichtendes Schlusselement eingefügt werden: die Besprechung des Standorts und der Perspektiven. Damit soll sichergestellt werden, dass die Umsetzung der Empfehlung resp. der Standort der Gemeinden in die nachfolgende Evaluation einfliesst.

Visitation Risch vom 23.11.23
Ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten voraus! Speziell an Risch ist das Zentralschulhaus mit KG, PS und Sek. Braucht mehr Absprachen, ermöglicht aber auch mehr Geschlossenheit. Wechsel Rektorat von Michi Fuchs zu Nik Jud reibungslos. Für Begabtenförderung werden SuS aus versch. Klassen zusammengezogen. Problemverhalten und Erwartungshaltung gegenüber Schule ist Herausforderung. Die standardisierte Aufgabensammlung, passend zur Leistungsmessung Check P4, welche im Mai erstmals für alle 4. Klassen im Kanton Zug durchgeführt wird, wird geschätzt. Für die Beurteilung der überfachlichen Kompetenzen wird das obligatorische Kompetenzmodell eingesetzt. Das Instrument Menon noch etwas weniger. Wichtig ist dem BIRA, dass die überfachlichen K. systematisch und geplant gefördert und beurteilt werden. Dankesbrief BIRA wurde verschickt.

Schulkommission der Mittelschulen

Sitzung vom 6.11.23: abgesagt.

Medien

  • Zuger Zeitung, 10.11.23: Bei Hamas-Terror kein «Ja, aber…» und «Bildungsdirektor tut seine Meinung kund: Ein solcher Brief hilft den Lehrpersonen nicht». Haltung DBK im Austausch mit der Zuger Zeitung: Der Brief war eine Herleitung, dass man zu Terror keine «Ja, aber»-​Meinung haben kann. Geschrieben aus aktuellem Anlass. Offenbar findet die ZZ ein Schreiben eines Bildungsdirektors an seine Lehrpersonen, die das Ereignis von der Tragweite 9/11 mit Ihren Schülern verarbeiten müssen, etwas, das hinterfragt werden muss. In einer Phase, wenige Tage nach dem Terroranschlag, als die Diskussion vielerorts diesen Grundsatz bereits auszublenden begann – und den Terroristen bald mehr Verständnis entgegengebracht wurde als Israel. Hinter diese Haltung der Zuger Zeitung und der Kommentatorin macht die DBK ein Fragezeichen. Die vielen und teils kontroversen Reaktionen zeigen jedenfalls, dass der Finger auf einen wichtigen Punkt gelegt wurde. Bei einigen wenigen offensichtlich auch auf einen wunden Punkt.

     

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